Samstagmorgen treffen wir, d.h. Peter, Bruno, Norbert und Claus uns um 8:00 am Flugplatz. Die beiden ULs und unser Equipment werden nochmals gründlich durchgecheckt, haben wir auch nichts vergessen? Bei schönstem Wetter starten wir nach Leutkirch, das wir nach 25 Minuten Flugzeit erreichen. Die Maschinen landen im Sekundentakt und werden wie immer professionell gestaffelt nach der Wettbewerbsgeschwindigkeit eingewiesen. Die Fliegergruppe Leutkirch bewirtet uns mit Kaffee und Kuchen und so vergeht die Zeit bis zum obligatorischen Briefing wie im Flug. Dann wird es spannend: Die Umschläge für die Flugvorbereitung werden Sekundengenau ausgegeben und es gibt die ersten langen Gesichter (auch bei den Profis). Die Flugstrecke muss wie in der theoretischen Prüfung, die bei einigen Teilnehmern Jahrzehnte zurückliegt, berechnet werden. Wir geben unsere Lösung einige Sekunden vor Ablauf der vorgegebenen Zeit ab und machen unser UL startklar. Nach Erhalt der Aufgabe im Flugzeug sortiert Norbert die Aufgabenblätter und wir bereiten uns mental auf den Start vor. Pünktlich heben wir ab und beginnen, den Kurs abzufliegen. GPS hilft wenig, denn die Strecke besteht aus lauter Kurven. Also heißt es sehr genau nach der Karte zu navigieren. Es ist wie verhext, doch wir meinen, kein einziges Bild zu sehen. Fast alle Bilder zeigen Kapellen und Kirchen und davon gibt’s bekanntlich in Oberschwaben mehr als reichlich! Erst nach 20 Minuten der Aufschrei: Ich hab eins! Im Nu entspannen wir uns und der Stress fällt von uns ab. Wir entdecken mit Stolz sogar ein Bild, das entgegen der Flugrichtung aufgenommen ist und nur zu sehen ist, wenn man sich umdreht. Zur Strafe „verfranzen“ wir uns bei Aulendorf und verlieren wertvolle Minuten. Mit Full-Speed schaffen wir den Zielüberflug nur wenige Sekunden zu spät und sammeln nicht allzu viele Minuspunkte. Nur die abschließende Ziellandung geht daneben, vor lauter Anspannung setzen wir viel zu früh auf und kassieren deftig Strafpunkte. In Summe landen wir in der Wertung im guten Mittelfeld einträchtig hintereinander und direkt vor und hinter den Kollegen aus Riedlingen. Bei der fröhlichen Siegesfeier am Abend lassen wir den Wettbewerb mit leckerem Buffet und innerlicher Flüssigkeitskühlung mit den Riedlingern gemeinsam ausklingen und freuen uns schon auf den Allgäuflug 2009.