An Fliegen ist auch im 5. Jahr nach Kriegsende nicht zu denken. Trotzdem wird der Deutsche Aero Club e.V. 1950 auf der Wasserkuppe, dem Mekka des deutschen Segelflugs gegründet. Auch vier Ehinger Sportflieger zählen zu den Gründungsmitgliedern. Wenige Wochen später wird auf dem Hornberg der Baden-Württembergische Luftfahrtverband gegründet, auch hier sind die Ehinger Sportflieger mit 5 Mitgliedern dabei.
Im Oktober des Jahres wird dann der Sportfliegerclub Ehingen aus der Taufe gehoben, die fliegerische Tätigkeit beschränkt sich jedoch vorerst auf den Modellflug. Erst als im Folgejahr die Aufhebung des Flugverbotes absehbar wird, beginnen die Mitglieder des SFC sofort mit den Arbeiten an einem Schulgleiter SG38. 1952 ist es dann soweit, nach mehrmonatiger Bauzeit wird der SG38 auf dem Marktplatz auf den Namen "Stadt Ehingen" getauft. Der Aufwind im Verein hält an, so dass im gleichen Jahr noch ein Grunau Baby IIb angeschafft werden kann und auf den Namen "Hans Huckebein" getauft wird.
Der Gummiseilstart genügt den Anforderungen nicht mehr, also wird mit viel Erfindergeist eine motorisierte Startwinde gebaut. Der Verein entwickelt sich so gut, dass 1956 unter großer finanzieller Anstrengung ein neues Segelflugzeug vom Typ Bergfalke II bei der Firma Scheibe in Dachau bestellt werden kann. Die Verbindung zu Scheibe bleibt übrigens bis zum heutigen Tage bestehen. Der Auf- und Abbau und Transport der Flugzeuge von der Unterkunft bei der "Zellstoff" ist so aufwändig, dass ab 1958 mit dem Wiederaufbau der Halle begonnen wird.