In der Woche vor dem geplanten Flug nach Annecy das erste Problem: Gerald reißt sich die Bänder im Sprunggelenk und fällt für diesen lange geplanten Flug aus. Petra "erbarmt" sich und springt als Copilotin ein. Am Freitag abend geben wir den Flugplan auf: Die Strecke führt uns über den Schwarzwald, in 700 Fuß über Grund unter den Kontrollzone von Basel/Mulhouse hindurch nach Pontarlier. Hier werden wir nach 2 Stunden Flugzeit sehr nett und freundlich empfangen und gönnen den Flugzeugen etwas Avgas (1,79€) und den Crews eine Brezel und einen Kaffee an der Theke des Aeroclubs. Nach dieser Stärkung geht es das Jura weiter entlang bis Oyonnax, wo wir Kurs auf Chambery nehmen. Auch hier müssen wir "unten bleiben", damit wir nicht in den Anflugsektor von Genf einfliegen. Am Nordzipfel des malerischen Lac du Bourget drehen wir auf Ostkurs und über den Pflichtmeldepunkt Sierra in die Kontrollzone von Annecy und landen nach knapp 1 1/4 Stunden Flugzeit auf der Piste 22. Da die lokale Wettervorhersage für den Sonntag Gewitter und Regen prophezeit und die ersten kräftigen Cumuli bereits zu sehen sind, entschließen wir uns doch zum Rückflug am gleichen Tag. Per Taxi erreichen wir in 20 Minuten die schöne Altstadt von Annecy. Dank langem Wochenende ist es dort brechend voll, so dass von einem gemütlichen Bummel nicht die Rede sein kann. Ein Eis aus einem der zahllosen Eis-Cafes kann den Ärger über einen lokalen Taxifahrer, der uns nicht zum Flugplatz bringen will, nur begrenzt übertünchen. Mit Blick auf die Uhr beeilen wir uns auf dem Rückflug und müssen einige Schauer umfliegen. Nach einem weiteren Tankstopp in Pontarlier sind wir gerade rechtzeitig vor Sunset wieder daheim. Kaum sind die Flieger geputzt und aufgeräumt, stürzt sich die Crew auf Wurstsalat und Weißbier und lässt den anstrengenden aber schönen Flugtag Revue passieren. Fazit: Annecy, wir kommen wieder!